Medien

Übersicht der Medienprojekte


Auf der Suche nach der wahren Scheininsel – [Installation] (2018)
Losing Paradise | Kiribati – [App] Daniel Barnbeck (2018)
MOMO – [Theater] Wuppertaler Bühnen - Theater der Generationen (2018)



Auf der Suche nach der wahren Scheininsel

[Installation]


Installation: Auf der Suche nach der wahren Scheininsel - Eine Musik-Installation (2018)

Musik & Film: Jan Kohl

Szenografie: Linda Vollenweider

 

Master-Abschlussprojekt Komposition Film, Theater & Medien, ZHdK

Making of

Programmtext zu Auf der Suche nach der wahren Scheininsel 2012 startete eine Expedition ins Korallenmeer nordöstlich von Australien auf der Suche nach Sandy Island. Diese Insel - zu finden in Atlanten, Karten und Google Earth – ist ... eine Phantominsel. Was natürlich nicht heißt, dass es sie nicht gäbe. Natürlich nicht.
Mich ziehen diese Inseln und die verworrenen, abstrusen und hochgradig unwahrscheinlichen Berichte darüber an. Gerne wandere ich in Gedanken dorthin, mache im Kopf Raum, für das, was sich nicht verorten lässt.
Diese Nicht-Orte entstehen aus Geltungsdrang, Gier und Gauklerlist, Sehnsucht und innerer Heimatlosigkeit der Kapitäne. Sie stechen in See, um unbekannte Regionen zu entdecken, wollen ohne Erfolg nicht zurückkehren. Beschreibe ich hiermit nur Abenteurer und Hochstapler, oder auch mich selbst als Komponist?
Ich schreibe die ersten vier Takte eines neuen Stückes, stelle fest, dass ich nicht den blassesten Schimmer habe, wie jetzt weiter. In meiner Panik arbeite ich die vier mageren Takte bis ins letzte Detail aus. Ich gehe in die Tiefe, statt fortzufahren.
Bald kommt der Zweifel - sind die entstandenen Takte so gut, wie ihre Ausarbeitung? Also stochere ich tagelang im Nebel auf der Suche nach der kleinsten Idee - und dann, plötzlich reißt der Dunst auf und endlich ist Land in Sicht - oder trügt der Schein?
Mit der Installation „Auf der Suche nach der wahren Scheininsel“ erschaffe ich einen begehbaren Raum für diese musikgewordenen Gespinste aus Angst, Ehrgeiz und Schaffensfreude. Das Publikum möchte ich in diesen schönen, schrägen Schein locken, bis es merkt, dass das alles echt ist ...

Italian Trulli Szenografin Linda Vollenweider Linda Vollenweider, geboren 1991 in Zürich, spielte und schaute schon von klein auf gern Theater. Sie stand jahrelang in Schultheatern auf der Bühne und engagierte sich später im Spielclub des Schauspielhauses Zürich. Nach Abschluss einer vierjährigen Ausbildung zur Goldschmiedin wollte sie das Theaterschaffen ausführlicher kennen lernen und gründete 2013 mit Freunden den Verein ‚Jungthaeter‘, in welchem sie bis heute tätig ist und in unterschiedlichen Bereichen (Produktion, Szenografie, Kostüm, Spiel, Vereinsvorstand) Erfahrungen sammelt. Mit der Zeit wurde ihr bewusst, dass sie ihr handwerkliches Geschick mit dem Theater verbinden wollte und sie wechselte somit komplett hinter die Kulissen. Sie begann 2013 am Opernhaus Zürich als Theaterplastikerin zu arbeiten und absolvierte ein Bühnenbild- Praktikum am Schauspielhaus Zürich. Seit 2016 studiert sie Szenografie an der zhdk und beschäftigt sich intensiv mit dem grossen Begriff ‚Raum‘. Nebenher arbeitet sie weiterhin als Theaterplastikerin und setzt freie Theater- und Kunstprojekte um, so zum Beispiel ihre Installation ‚Lichtwand’, welche im März 2018 an der Ausstellung YoungART Brig zu sehen sein wird.

Fotos aus der Installation

Hinweis: Mit der binauralen Version für Kopfhörern kann man die Raumbewe-gungen der Klänge hören, wie sie im Installations-Raum zu hören waren. Mit normalen Lautsprechern bitte die Stereo-Version verwenden. Diese kann auch in dem Video unten gehört werden.



Losing Paradise | Kiribati

[App]


©Daniel Barnbeck
©Daniel Barnbeck

App: Losing Paradise (2018)

Genre: Doku

Entwickler / Regie: Daniel Barnbeck

Musik: Jan Kohl & Luca Magni

Produktion: ZHdK

Kurzsynopsis von Loving Paradise Nur die wenigsten Mitteleuropäer sind bereits heute von der Globalen Erwärmung direkt betroffen. Ganz anders ergeht es den Bewohnern des südpazifischen Inselstaats Kiribati. Hier fragt man nicht mehr ob, sondern nur noch wann die Inseln im Meer versinken werden. Mit einer durchschnittlichen Inselhöhe von weniger als 1.8 Metern über dem Meeresspiegel steht der Inselnation der unausweichliche Untergang des gesamten Staatsgebietes bevor. Offizielle Zahlen der Weltbank zufolge werden die Inseln bis im Jahr 2050 unbewohnbar, und bis im Jahr 2070 vollständig verschwunden sein. Die App erzählt im dokumentarischen Stil die Geschichte einer jungen Inselbewohnerin, welche sich mit dem baldigen Verlust ihrer Heimat konfrontiert sieht. Zahlreiche optionale Expertenstatements geben einen Einblick in die komplexe Faktenlage und ermöglichen es dem User, sich neben der eigentlichen Geschichte so intensiv in das Thema zu vertiefen, wie es ihm gefällt.

Musiker Marika Cecilia Riedl (Harfe)
Jan Kohl (Elektronik)
Luca Magni (Elektronik)


MOMO

[Theater]


© Sarah Weidner
© Sarah Weidner

Theaterstück: MOMO (2018)

 

Theater der Generationen

Regie: Svea Schenkel & Sylvia Martin

Musik: Jan Kohl

Produktion: Wuppertaler Bühnen

 

Nach dem Roman von Michael Ende 

(Theaterfassung: Vita Huber)

Programmtext zu MOMO Was ist Zeit? Wie nutzen wir sie sinnvoll? Was ist Zeitverschwendung? Und worauf kommt es eigentlich an im Leben? Diese Fragen stellt sich das Theater der Generationen diese Spielzeit und hat sich zu dem Thema das Stück ›Momo‹ ausgesucht. Aber wer ist sie eigentlich, diese Momo? Und wer sind die grauen Herren? Sind es wirklich die Kinder, die sich von der immer schneller werdenden Welt freimachen können und ihre Fantasie behalten? Oder ist es vielleicht doch eher eine Lebenseinstellung, ganz unabhängig vom Alter, die ausmacht, wie wir unsere Zeit verbringen? Erleben Sie ›Momo‹ aus den verschiedenen Blickwinkeln des Lebens. Das Theater der Generationen besteht aus Menschen im Alter von 10 bis 80 Jahren, die jede Spielzeit unter professioneller Anleitung ein Stück auf die Bühne bringen.

© Lasse Soijka